Arbeitslosen-Treff Odenwald

 

Die nächsten Arbeitslosen-Treffen mit Frühstück finden statt am:

  • 14. März
  • 28. März
  • 11. April
  • 25. April
  • 9. Mai
  • 23. Mai
  • 13. Juni
  • 27. Juni
  • 11. Juli
  • 25. Juli

jeweils von
9.30 – 11.30 Uhr im Gemeindezentrum
St. Sophia, Hauptstraße 42 in Erbach

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IN VIA und SkF kritisieren: Hartz IV benachteiligt Frauen

7. März 2006

Hartz IV sorgt für weitere Verarmung und Ausgrenzung von Frauen. Dies stellen SkF und IN VIA in ihrer täglichen Arbeit besonders für Frauen in Bedarfsgemeinschaften, Schwangere und sozial benachteiligte junge Frauen fest. „Die neuen gesetzlichen Regelungen führen außerdem dazu, dass die Kinderarmut in Deutschland sich weiter manifestiert“, so Gaby Hagmans, Generalsekretärin des SkF.

IN VIA und SkF fordern Nachbesserungen:

Durch die höhere Anrechnung des Partnereinkommens kommen vor allem Frauen nicht in den Bezug von Arbeitslosengeld II. Damit haben sie auch keinen Anspruch auf Qualifizierungsangebote und Fördermaßnahmen. Zudem werden für sie keine Beiträge in die Rentenversicherung einbezahlt. Dies bedeutet verringerte Chancen auf eine Erwerbstätigkeit und eine weitere Zunahme der Altersarmut bei Frauen. SkF und IN VIA fordern deshalb einen eigenständigen Rechtsanspruch von Frauen auf Weiterbildung und Qualifizierung. Betroffene Kinder erhalten bis zum vollendeten 14. Lebensjahr täglich 6,90 € für Nahrung, Kleidung, Schulbücher etc.. Selbstverständlichkeiten wie gesunde Ernährung, angemessene Kleidung und Freizeitaktivitäten sind damit nicht zu finanzieren. Für die beiden Verbände ist angesichts der hohen Lebenshaltungskosten auch die vollzogene Kürzung bei 18 bis 25-Jährigen von 100 auf 80% nicht nachzuvollziehen.

Außerordentliche Belastungen, wie z.B. Renovierungs- und Umzugskosten, können nach den neuen gesetzlichen Regelungen zwar über ein Darlehen finanziert werden. Durch die zusätzliche Belastung der Rückzahlungsraten fallen die Betroffenen jedoch oft unter den Sozialhilfesatz von 2004. IN VIA und SkF fordern deshalb, in Notsituationen solche Leistungen als einmalige Beihilfe zu gewähren. SkF und IN VIA begrüßen, dass gesonderte Leistungen, wie z.B. Erstausstattung für die Wohnung, vorgesehen sind. Allerdings muss im Leistungskatalog bzw. in den Ausführungsrichtlinien zum SGB II der Kinderwagen bei der Babyerstausstattung definitiv aufgenommen werden.

Arbeitslose junge Frauen werden häufig für nur wenige Monate in sogenannte 1€-Jobs vermittelt – ohne sinnvolles Anschlussangebot. Dies zeigt sich auch in dem vergleichsweise geringen Anteil von Frauen in Förderangeboten nach dem SGB III. So erhalten z.B. aktuell 37.000 junge Frauen Hilfen zur Berufsausbildung Benachteiligter, während mit diesem Programm 79.000 junge Männer gefördert werden. „1€-Jobs ohne Perspektive demotivieren und erhöhen in aller Regel nicht die Vermittlungschancen“, so Marion Paar, Generalsekretärin von IN VIA. Damit langzeitarbeitslose Frauen und Männer eine Perspektive erhalten und am Erwerbsleben teilhaben können, fordern IN VIA und SkF einen dauerhaft öffentlich subventionierten Arbeitsmarkt.

Der SkF unterstützt mit 12.000 ehrenamtlichen und 5.000 hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit über 150 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind.

IN VIA arbeitet hauptsächlich in den Feldern: Jugendberufshilfe, berufliche Qualifizierung, schulbezogene Jugendsozialarbeit, Bahnhofsmission, Migration, Freiwilligendienste, Au-Pair, Jugendwohnen und Mädchentreffs.

Kontakt:

Elke Edelkott, Stabstelle Sozialmarketing u. Öffentlichkeitsarbeit
SkF Zentrale e. V. , Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund
Mobil: (01 70) 924 13 09, Telefon: (02 31) 55 70 26-25
edelkott@skf-zentrale.de, www.skf-zentrale.de
Elise Bohlen, Bundesreferentin Jugendberufshilfe
IN VIA - Deutscher Verband e.V., Karlstr. 40, 79104 Freiburg
Mobil: (0174) 3200 802, Telefon: (0761) 200 639
elise.bohlen@caritas.de, www.invia-deutschland.de