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IN VIA und SkF kritisieren: Hartz IV benachteiligt
Frauen
7.
März 2006
Hartz
IV sorgt für weitere Verarmung und
Ausgrenzung von Frauen. Dies stellen SkF
und IN VIA in ihrer täglichen Arbeit
besonders für Frauen in Bedarfsgemeinschaften,
Schwangere und sozial benachteiligte junge
Frauen fest. „Die neuen gesetzlichen Regelungen
führen außerdem dazu, dass die
Kinderarmut in Deutschland sich weiter manifestiert“,
so Gaby Hagmans, Generalsekretärin
des SkF.
IN VIA und SkF fordern
Nachbesserungen:
Durch die höhere
Anrechnung des Partnereinkommens kommen
vor allem Frauen nicht in den Bezug von
Arbeitslosengeld II. Damit haben sie auch
keinen Anspruch auf Qualifizierungsangebote
und Fördermaßnahmen. Zudem werden
für sie keine Beiträge in die
Rentenversicherung einbezahlt. Dies bedeutet
verringerte Chancen auf eine Erwerbstätigkeit
und eine weitere Zunahme der Altersarmut
bei Frauen. SkF und IN VIA fordern deshalb
einen eigenständigen Rechtsanspruch
von Frauen auf Weiterbildung und Qualifizierung.
Betroffene Kinder erhalten bis zum vollendeten
14. Lebensjahr täglich 6,90 € für
Nahrung, Kleidung, Schulbücher etc..
Selbstverständlichkeiten wie gesunde
Ernährung, angemessene Kleidung und
Freizeitaktivitäten sind damit nicht
zu finanzieren. Für die beiden Verbände
ist angesichts der hohen Lebenshaltungskosten
auch die vollzogene Kürzung bei 18
bis 25-Jährigen von 100 auf 80% nicht
nachzuvollziehen.
Außerordentliche
Belastungen, wie z.B. Renovierungs- und
Umzugskosten, können nach den neuen
gesetzlichen Regelungen zwar über ein
Darlehen finanziert werden. Durch die zusätzliche
Belastung der Rückzahlungsraten fallen
die Betroffenen jedoch oft unter den Sozialhilfesatz
von 2004. IN VIA und SkF fordern deshalb,
in Notsituationen solche Leistungen als
einmalige Beihilfe zu gewähren. SkF
und IN VIA begrüßen, dass gesonderte
Leistungen, wie z.B. Erstausstattung für
die Wohnung, vorgesehen sind. Allerdings
muss im Leistungskatalog bzw. in den Ausführungsrichtlinien
zum SGB II der Kinderwagen bei der Babyerstausstattung
definitiv aufgenommen werden.
Arbeitslose junge Frauen
werden häufig für nur wenige Monate
in sogenannte 1€-Jobs vermittelt – ohne
sinnvolles Anschlussangebot. Dies zeigt
sich auch in dem vergleichsweise geringen
Anteil von Frauen in Förderangeboten
nach dem SGB III. So erhalten z.B. aktuell
37.000 junge Frauen Hilfen zur Berufsausbildung
Benachteiligter, während mit diesem
Programm 79.000 junge Männer gefördert
werden. „1€-Jobs ohne Perspektive demotivieren
und erhöhen in aller Regel nicht die
Vermittlungschancen“, so Marion Paar, Generalsekretärin
von IN VIA. Damit langzeitarbeitslose Frauen
und Männer eine Perspektive erhalten
und am Erwerbsleben teilhaben können,
fordern IN VIA und SkF einen dauerhaft öffentlich
subventionierten Arbeitsmarkt.
Der SkF unterstützt
mit 12.000 ehrenamtlichen und 5.000 hauptberuflichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit
über 150 Ortsvereinen Frauen, Kinder,
Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen
Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe
angewiesen sind.
IN VIA arbeitet hauptsächlich
in den Feldern: Jugendberufshilfe, berufliche
Qualifizierung, schulbezogene Jugendsozialarbeit,
Bahnhofsmission, Migration, Freiwilligendienste,
Au-Pair, Jugendwohnen und Mädchentreffs.
Kontakt:
Elke Edelkott, Stabstelle
Sozialmarketing u. Öffentlichkeitsarbeit SkF
Zentrale e. V. , Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135
Dortmund Mobil: (01 70) 924 13 09, Telefon:
(02 31) 55 70 26-25 edelkott@skf-zentrale.de,
www.skf-zentrale.de Elise Bohlen, Bundesreferentin
Jugendberufshilfe IN VIA - Deutscher
Verband e.V., Karlstr. 40, 79104 Freiburg Mobil:
(0174) 3200 802, Telefon: (0761) 200 639 elise.bohlen@caritas.de,
www.invia-deutschland.de
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