Kompass-Erbach, Theaterprojekt 11.2010 – 02.2011

[ 3. Mai 2010 , 07:22 , Drucken ]

Bretter, die die Welt bedeuten, Kompass Erbach startet Theaterprojekt

Einmal die Welt der Bühne erleben, einmal auf den Brettern stehen, die die Welt bedeuten, sich verwandeln und in eine andere Rolle schlüpfen – wer hat davon noch nicht geträumt?

In einem Theaterprojekt erfahren im Januar und Februar 2011 Interessenten der Arbeitslosen-Initiative Kompass Erbach in Zusammenarbeit mit Dirk Kaufmann, Student der Theaterpädagogik, welche Fertigkeiten es braucht, um ein Stück zu erarbeiten, um eine Rolle in einem Stück zu verkörpern und welche organisatorischen und handwerklichen Fähigkeiten für Bühnenbau, Bühnenbild und Requisiten sowie Licht und Tontechnik nötig sind. Dirk Kaufmann war Gründungsmitglied der Theatergruppe „Rodeo Clowns“. In der, mittlerweile beendeten Zusammenarbeit war er in den Stücken „Rum und Wodka“ sowie „Z“ zusehen.

Bei dem angestrebten Projekt handelt es sich um eine freie Erarbeitung eines Themas. Eine Stückvorlage wird es zunächst nicht geben. Zusammen mit Dirk Kaufmann erarbeiten die Mitwirkenden zunächst einen Themenpool. Dieser Themenpool wird in einem Workshop im November vorbereitet. Aus diesem wird dann ein Stück entstehen das im Februar 2011 aufgeführt werden soll. Auf dem Weg dorthin recherchieren die Darsteller zu den Themen und prüfen sie auf Bühnentauglichkeit. Gleichzeitig bekommen sie Schauspieltraining. Diese Art von Arbeit ermöglicht eine große Vielfalt von Themen die eingebracht werden können. Vor allem für Theaterneulinge ist der Einstieg damit leichter denn es geht um die Menschen auf der Bühne nicht um eine Rolle die gespielt werden soll. Diese Auseinandersetzung mit dem Theater macht die Darstellung authentisch. Es wird ein wertungsfreier Raum geschaffen in dem sich sowohl Spieler als auch Dirk Kaufmann zunächst völlig frei bewegen können. In einer zweiten Probenphase werden die Themen die sich bis dahin ergeben haben verdichtet und mit theatralen Mitteln aufgearbeitet. Dabei entsteht dann auch das Textbuch in enger Zusammenarbeit mit den Spielern.

In der dritten Probenphase kommt es zur Inszenierung des Stückes. Hierbei wird das gesammelte Material theatral verwertet. Etwa Mitte Februar soll es dann zu mehreren Vorstellungen im Raum Erbach/Michelstadt kommen. Begleitet wird das Projekt voraussichtlich von einem Filmteam. Dabei soll eine Dokumentation über den Verlauf der Probenphase festgehalten werden.

Das Interessante an diesem Projekt ist der interdisziplinäre Aufbau. Außer dem Schauspiel können sich die Beteiligten in folgenden Bereichen einbringen: Bühnenbau, Bühnenbild und Requisite, Licht und Tontechnik, Regieassistenz, Dramaturgie. Die einzelnen Bereiche werden von Kaufmann angeleitet, sollen sich aber im Verlauf der Probenphase immer mehr verselbstständigen.

Bei einem Kompassfrühstück stellte Kaufmann das Projekt vor. Viele Anwesenden zeigten sich interessiert, stellten Fragen, taten Bedenken kund und gaben schon gleich Anregungen zur Themenfindung. Das Theaterprojekt will eine Plattform bieten um Themen im Umfeld von Arbeit/ Arbeitslosigkeit anzusprechen und auf die Bühne zu bringen.

Weitere Interessenten melden sich unter der Telefon-Nr. 06062-955330 beim Caritas Zentrum in Erbach.

[ Hollerbach , ]

Kompass gründet „Prekarier Selbsthilfe Odenwald“ (PSO)

[ 19. August 2009 , 17:12 , Drucken ]

„Suchst du eine helfende Hand, findest du sie am Ende deines linken oder rechten Armes“, heißt es. Auf Grundlage dieser Erkenntnis haben sich im März des Jahres einige Teilnehmer der Arbeitsloseninitiative Kompass zur „Prekarier Selbsthilfe Odenwald“ (PSO) zusammengetan, um die Wirkkraft ihrer Hände zu bündeln.

Die Frauen und Männer treffen sich regelmäßig dienstags um 17 Uhr im Treff 22, Bahnhofstraße 22, Erbach, um miteinander Sorgen und Nöte zu teilen und darüber hinaus Möglichkeiten zu deren Behebung zu ersinnen und umzusetzen..

Erste Ergebnisse ihres Wirkens haben sich u. a. in der Ausgestaltung des Kompass-Beitrages zum Selbsthilfegruppentag in Erbach und im Dialog mit den beiden Entega-Geschäftsführern, Karl-Heinz Koch und Michael Böddeker, sowie dem Geschäftsführer der Neuen Wohnraumhilfe Darmstadt ggmbH, Wolfgang Bauer-Schneider, niedergeschlagen, welche im April auf Einladung der Gruppe zusammen mit dieser Möglichkeiten zur Unterstützung sozial benachteiligter Menschen im Odenwald erörtert haben.

Derzeit arbeitet die PSO an einem Fragenkatalog, mit dessen Hilfe sie die Arbeit ihrer Abgeordneten während der zurückliegenden Legislaturperioden abfragen und das Maß ihrer Vertrauenswürdigkeit prüfen will. Denn eine neuerliche Bitte um Vertrauen für die kommenden vier Jahre muss nach Ansicht aller Gruppenmitglieder selbstredend durch den nachweisbar verantwortlichen Umgang mit gewährtem Vertrauen in der Vergangenheit begründet und gerechtfertigt sein.

Aber auch im Einzelfall unterstützen sich die Gruppenteilnehmer auf Basis ihrer Erfahrungen mit den Auswirkungen der Hartz-Gesetzgebung und deren Umsetzung durch Behörden gegenseitig. Einmischen, unter Nutzung aller demokratisch legitimierten und erforderlichen Möglichkeiten, heißt nach ihrer Ansicht das Gebot der Stunde, um die da oben dabei zu stören, die da unten weiter zu reinen Kosten-Nutzenfaktoren in der Kalkulation zu erniedrigen.

Teilnehmen kann jeder, der sich angesprochen fühlt und gewillt ist, über das Beklagen des eigenen Loses hinaus Erfahrung, Wissen und Initiative einzubringen.

[ Hollerbach , ]

Teilnehmer für Gartenprojekt Kraut und Rüben gesucht!

[ 31. Juli 2009 , 18:09 , Drucken ]

„In einer ersten Phase ist es das Ziel von Kompass, in mehreren Stufen Langzeitarbeitslose in den Anbau von Salaten, Kräutern, Gemüse und Kartoffeln einzuführen. Die selbst erzeugten Lebensmittel sollen Verwendung finden bei dem Hartz IV Kochkursen „Futtern wie bei Muttern“, bei denen es um gesunde und kostengünstige Ernährung geht“

Ähnlich wie bei dem Konzept „Arbeitslose qualifizieren Arbeitslose“ sollen Langzeitarbeitslose gestärkt werden, indem die Schaffenskraft in einem Gartenprojekt gefördert wird. Ein wichtiges Element ist die Eigenarbeit. Es geht darum, durch eigenes Tun zur Entfaltung eines selbstbestimmten Lebens beizutragen.

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[ Hollerbach , ]

Sozialpaten

[ 16. April 2009 , 10:04 , Drucken ]

Wer aus eigener Kraft nicht aus der Armut herausfindet, soll einen "Sozialpaten" an seine Seite bekommen: Kompass, die Arbeitsloseninitiative Odenwald sucht engagierte Ehrenamtliche, die Menschen in Notlagen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Im Mai 2009 werden die freiwilligen Sozialhelfer laut Mitteilung der Caritas in Fragen Arbeits- und Sozialrecht für ihre Aufgaben geschult, im Anschluss daran sollen sie zum Einsatz kommen.

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[ Hollerbach , ]

Sympaten

[ 11. April 2009 , 18:24 , Drucken ]

Sympaten Logo

Kompass sucht SymPaten für Jugendliche

Initiative SymPaten soll bei der Suche nach Arbeits- bzw Ausbildungsplatz unterstützen

 

Die Zukunftschancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren Anspruch auf Arbeit und Ausbildung sind „Kompass“, dem Arbeitslosentreff Odenwald ein wichtiges Anliegen. „Kompass“, der Arbeitslosentreff Odenwald will sich nun auch verstärkt einsetzen für Jugendliche im Übergang zwischen Schule und Arbeit bzw. Ausbildung.

 

Dazu werden SymPaten gesucht, das sind Menschen, die bereit sind den Weg Jugendlicher im Übergang zwischen Schule und Arbeit bzw. Ausbildung mit zu gehen. In einem Zeitraum von 9 bis 12 Monaten sollen Jugendliche durch ehrenamtlichen Paten ca. 2 Stunden alle 14 Tage begleitet werden. Dabei handelt es ich um Jugendliche, die aus den unterschiedlichsten Gründen keine Arbeits- oder Ausbildungsstelle finden.

 

Voraussetzung für diese ehrenamtliche Aufgabe ist Interesse am Leben junger Menschen und die Bereitschaft, Einblicke in den eigenen Alltag zu gewähren. Als positives Vorbild geben die Paten ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter.

 

Die Paten betreuen jeweils einen Jugendlichen alleine, tauschen sich aber an 5 – 6 Abenden im Verlauf der Aktion untereinander aus. Für besonders knifflige Fragen und Situationen stehen außerdem Fachleute als Unterstützung bereit.

 

Tätigkeiten in folgenden Aufgabenfeldern sind dabei möglich:

  • Unterstützung im schulischen Bereich, durch Nachhilfe, z.B. vor Klassenarbeiten
  • Motivation seine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen
  • Begleitung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz
  • Hilfe bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen
  • Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche
  • Hilfestellung bei Erledigen von Formalitäten, die mit der Berufsausbildung zusammenhängen
  • Als Mittler zwischen Ausbildungsbetrieb und Jugendlichem

Wenn sie sich an unser Aktion „SymPaten“ beteiligen möchten oder weitere Informationen benötigen, so wenden Sie sich an das Caritas Zentrum Erbach, „Kompass“ Tel.: 06062-955330 oder Regionalstelle für Arbeitnehmer/innen- und Betriebsseelsorge Darmstadt, Tel.: 06151/7838-76/-77; BSS.Darmstadt@bistum-mainz.de.

[ Hollerbach , ]

Projekte

[ 2. April 2009 , 17:46 , Drucken ]

  • Gartenprojekt: Kraut und Rüben

    Die Arbeitslosen-Initiative „Kompass“ sieht sich immer mehr mit Langzeitarbeitslosigkeit konfrontiert. Menschen im Alter von 50 und mehr Lebensjahren haben kaum eine Chance auf dem “freien” Arbeitsmarkt, einen Arbeitsplatz zu finden. 351,– Euro Grundsicherung plus Wohnungskosten zwingen zum Besuch von Tafeln, den Suppenküchen unserer Zeit. Dies führt zu Abhängigkeit, Stigmatisierung und Ausgrenzung. Wir wollen die verbliebene Eigeninitiative Langzeitarbeitsloser stärken. Ähnlich wie bei dem Konzept „Arbeitslose qualifizieren Arbeitslose“ wollen wir Langzeitarbeitslose stärken, indem wir die Schaffenskraft in einem Gartenprojekt fördern. (mehr…)

  • Projekt “Sympaten”

    Die Zukunftschancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren Anspruch auf Arbeit und Ausbildung sind “Kompass”, dem Arbeitslosentreff Odenwald ein wichtiges Anliegen. “Kompass”, der Arbeitslosentreff Odenwald will sich nun auch verstärkt einsetzen für Jugendliche im Übergang zwischen Schule und Arbeit bzw. Ausbildung.

  • Projekt “Sozialpaten”

    Wer aus eigener Kraft nicht aus der Armut herausfindet, soll einen “Sozialpaten” an seine Seite bekommen: Kompass, die Arbeitsloseninitiative Odenwald sucht engagierte Ehrenamtliche, die Menschen in Notlagen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Im Mai 2009 werden die freiwilligen Sozialhelfer laut Mitteilung der Caritas in Fragen Arbeits- und Sozialrecht für ihre Aufgaben geschult, im Anschluss daran sollen sie zum Einsatz kommen.

  • Begegnungsstätte “Ökumenischer Treff 22″

    Eröffnung 05.03.08, zukünftig finden die Frühstückstreffen hier statt.

[ Hollerbach , ]

Aktionen

[ , 17:09 , Drucken ]

  • Spendenaktion 250 X 20

    Wer in Not gerät ist darauf angewiesen, dass andere ihm helfen. Auf diesem Solidar-Pakt, der den christlichen Grundwerten verpflichtet ist, beruht unser Menschsein. In diesem Zusammenhang spielt das Thema "Arbeitslosigkeit und ihre Folgen" eine immer größere Rolle. Zunehmend mehr Menschen sind ohne Arbeit. Sie brauchen dringend unsere Unterstützung. Denn das neue Arbeitslosenrecht (Hartz IV) bringt viele Betroffene schnell in eine existenziell prekäre Lage. (mehr…)

  • Gelbe Karte für "Coronet International"

    Mit der Unterschrift unter die Postkarte "Gelbe Karte für coronet international" und dem Versand an den Eigentümer, Detlef Eugen Nölle in Wuppertal können Odenwälder Bürgerinnen und Bürger deutlich machen, dass auch das Sozialverhalten einer Firma kaufentscheidend für sie ist. (mehr…)

[ Hollerbach , ]

Postkartenaktion Coronet

[ 27. Juli 2008 , 16:42 , Drucken ]

Postkarten-Aktion gegen die Verlagerung von Coronet International

Für den strukturschwachen Odenwald ist der Verlust von jedem einzelnen Arbeitsplatz ein harter Schlag ins Gesicht. Chancen, produzierendes Gewerbe ansiedeln zu können, sind fast gleich Null.

Dies ist umso besorgniserregender, da etwa ein Drittel der Beschäftigten im Odenwald keine Berufsausbildung hat. Die für sie tauglichen Arbeitsplätze sind die ersten, die ins Ausland verlagert oder wegrationalisiert werden. Für Dienstleistungsunternehmen ist der Odenwald leider auch uninteressant.

Diese Erfahrungen führt die Arbeitslosen – Initiative Odenwald Kompass dazu, sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen verstärkt einzusetzen. Gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirche ruft Kompass dazu auf, sich bei der Aktion „Gelbe Karte für coronet international“ zu beteiligen.

Mit der Unterschrift unter die Postkarte „Gelbe Karte für coronet international“ und dem Versand an den Eigentümer, Detlef Eugen Nölle in Wuppertal können Odenwälder Bürgerinnen und Bürger deutlich machen, dass auch das Sozialverhalten einer Firma kaufentscheidend für sie ist. (mehr…)

Wenn Sie sich an der Postkarten-Aktion beteiligen möchten, können Sie sich eine Karte bei uns besorgen oder direkt hier herunterladen (PDF-Datei, 84 KB, Bild mit der rechten Maustaste anklicken, „Ziel speichern unter…“)

Kompass fordert „Gelbe Karte für coronet international“ und damit Solidarität mit den betroffenen Arbeitnehmern. Heinz Jöst, Initiator der Arbeitslosen-Initiative Kompass im Odenwald, macht deutlich, dass der Abbau von Arbeitsplätzen in der Region die Odenwälder besonders treffe.

So sei seit Jahren der Abbau von Arbeitsplätzen im Odenwald zu beobachten. Im Jahre 2005 habe die Rowenta GmbH einen großen Teil ihrer Produktion nach China verlagert.

Die Schließung der Ernst–Ludwig–Klinik in Sandbach Ende 2007 brachte einen weiteren Stellenabbau für den Odenwald, die anstehende Schließung der Odenwaldklinik in Bad König setze diese Tendenz fort.

Die Firma Bien Zenker teilte im Januar 2008 die Schließung der Produktion der ZENKER-HAUSBAU GmbH + Co in Michelstadt mit.

Die Firma coronet International beabsichtige jetzt die Schließung des Standortes in Wald Michelbach. Erschütternde Meldungen, mit denen sich die Arbeitslosen-Initiative Odenwald „Kompass“ immer wieder beschäftigen müsse.

Kompass zeigt die Gelbe Karte

Mitglieder von Kompass zeigen die „Gelbe Karte“

Heinz Jöst wörtlich: „Mit der Unterschrift unter die Postkarte – Gelbe Karte für coronet international – und dem Versand an den Eigentümer, Detlef Eugen Nölle in Wuppertal, können Odenwälder Bürgerinnen und Bürger deutlich machen, dass auch das Sozialverhalten einer Firma kaufentscheidend für sie ist.“

Nur so könne es nach Meinung von Kompass zu einem Umdenken in der Firmenpolitik und damit dem Erhalt Odenwälder Arbeitsplätze kommen, wenn möglichst viele Odenwälder dem Firmeninhaber androhen, vom Kauf von Haushaltwaren der Firma coronet international bei Schließung des Standortes Wald – Michelbach abzusehen.

Heinz Jöst – Initiator von Kompass – ruft daher zum Mitmachen auf und sieht in einer hohen Beteiligung der Odenwälder einen kleinen Hoffnungsschimmer diese Arbeitsplätze doch noch zu erhalten.

[ Hollerbach , ]

 

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